Parkprobleme in Großstädten wie Berlin

Wer heute flexibel sein möchte, kommt nicht nur in ländlichen Gebieten kaum mehr ohne ein Auto aus. Auch in Großstädten wie Berlin benötigen viele Haushalte aus verschiedensten Gründen ein eigenes KFZ. Doch wie zeigt sich hier die Sachlage im Bezug auf die aktuelle Parkplatzsituation? Wo kann man den fahrbaren Untersatz abstellen, wenn er gerade nicht benötigt wird?

Berliner Parkplatzsituation

Besonders die Nachfrage nach Parkplätzen in verschiedenen innerstädtischen Straßen Berlins übersteigt bei Weitem das vorhandene Angebot. Daher wurde in Berlin wie auch in vielen anderen deutschen und europäischen Großstädten die sogenannte Parkraumbewirtschaftung eingeführt. Diese soll durch eine Gebührenpflicht für öffentliche Parkplätze dazu beitragen, dass Pendler, die morgens zur Arbeit in die Innenstadt kommen, verstärkt auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und so mehr Parkplätze von Anwohnern genutzt werden können.

Erfolge der Parkraumbewirtschaftung

Während die mittlere Stellplatzauslastung in diversen Straßen innerhalb Berlins vor der Einführung der Parkraumbewirtschaftung bei über 110 % lag, konnte diese in den gleichen Gebieten teilweise auf 90 % gesenkt werden. Dadurch konnte auch der Verkehr deutlich reduziert werden, der entsteht, da viele Autofahrer etliche Male auf der Suche nach einem freien Stellplatz um den Block fahren müssen, ehe sie fündig werden. Damit Anwohner von den Gebühren für öffentliche Parkplätze nicht über die Maßen belastet werden, können sie als Anwohner für jedes Kraftfahrzeug eine Vignette für die entsprechende Parkzone beantragen. Diese kostet zwischen 20 und 40 Euro und wird für maximal 2 Jahre ausgestellt. Generell betrifft die Parkraumbewirtschaftung 36 Parkzonen mit rund 86000 Stellplätzen.

Zahlen und Fakten

Wer genau wissen möchte, wo sich ein Parkhaus befindet, wird unter http://www.berlinonline.de/themen/auto-und-motor/adressen-und-service/893408-608336-4a6d6ffb.html fündig. Dort ist auch die Kapazität des entsprechenden Parkhauses vermerkt. Insgesamt befinden sich in der Hauptstadt mittlerweile zusätzlich 219 Carsharing-Stationen mit einer steigenden Tendenz. In Berlin ist es zudem möglich, seine Parkgebühren mit dem Handy zu bezahlen. Um diese Option zu wählen, muss man sich jedoch vorab bei einem der entsprechenden Anbieter registriert haben.

Risiko Autodiebstahl

Besonders in Berlin ist es aufgrund seiner führenden Position in puncto KFZ-Diebstahl ratsam, das Auto möglichst auf überwachten Parkplätzen und in entsprechenden Parkhäusern abzustellen, falls einem keine eigene Garage zur Verfügung steht. Allein im Jahr 2010 wurde in Berlin ein Zuwachs von rund 40 % an Autodiebstählen verzeichnet. Aus diesem Grund raten Versicherungsgesellschaften und die Polizei Autobesitzern, ihr KFZ in einer Garage abzustellen, sofern dies möglich ist. Natürlich ist es sehr schwierig gerade in einer Großstadt wie Berlin einen Garagenstellplatz zu ergattern, jedoch kann man sich im Internet über günstige Angebote informieren und mit ein bisschen Glück auch einen zu bekommen. Wer vor der Entscheidung steht, ob er ein Carport oder eine Garage bauen möchte, sollte bedenken, dass Carports zwar entsprechend günstiger sind. Dennoch bieten sie nur einen geringen Schutz vor Diebstahl. Auch die in Fahrzeuge bereits integrierten Maßnahmen wie Alarmanlage oder Wegfahrsperre bieten längst keinen zuverlässigen Schutz mehr, da sie mit Hilfe von moderner Technik innerhalb weniger Minuten außer Kraft gesetzt werden können. Am häufigsten von Diebstählen betroffen ist der Bezirk Charlottenburg, dem der Bezirk Spandau mit den wenigsten Diebstählen gegenübersteht.

Brandanschläge auf Autos

Ein weiteres Problem, mit dem die Hauptstadt Berlin tagtäglich zu kämpfen hat, sind die zahlreichen Brandanschläge auf Autos. Die Zahl konnte laut Kriminalstatistik des Jahres 2010 gegenüber dem Vorjahr zwar gesenkt werden, dennoch gehören Brandanschläge auf Fahrzeuge beinahe zur Tagesordnung.

Fazit

Die Gefahr der Beschädigung und des Diebstahls von Kraftfahrzeugen liegt in Berlin weitaus höher, als in anderen Städten. Wer jedoch keine Garage zur Verfügung hat, ist gezwungen, sein Auto auf öffentlichen Parkplätzen oder in Parkhäusern abzustellen. Die Möglichkeit eine Garage zu mieten ist mit hohen Kosten verbunden, die je nach Größe und Bezirk auch weit über 100 Euro im Monat liegen können.

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