Der Kinderspielplatz im eigenen Garten

Kinderspielplatz - michael.biermann - flickr - CC BY 2.0

Nach dem Bau oder Erwerb einer Immobilie möchten die meisten Hausbesitzer einen eigenen Garten anlegen. Darin können schöne Stunden der Entspannung in freier Natur verbracht werden. Auch für die Kinder ist es ein riesiger Spaß, im Freien zu toben. Da stellt sich vielen die Frage, wie ein Kinderspielplatz im eigenen Garten beschaffen sein sollte. Die Kinder sollten genügend Platz zum Toben haben, jedoch keine Nutzpflanzen dabei beschädigen.

Die Wahl des richtigen Standorts

An erster Stelle steht die Wahl des geeigneten Standorts. Im eigenen Garten ist zwar ausreichend Platz vorhanden, doch der Kinderspielplatz muss dort eingerichtet werden, wo die Kinder ungehindert spielen können. Der optimale Platz für einen Spielplatz ist in unmittelbarer Nähe des Hauses. Er sollte auch von innerhalb des Gebäudes gut einsehbar sein. So können die Kinder draußen spielen, während die Eltern im Haus ihre Arbeiten verrichten. Trotzdem befinden sich die Kinder stets in Sichtweite.

Ein weiterer Aspekt ist die Sonneneinstrahlung. Die Haut der Kinder reagiert sensibel auf die gefährlichen UV-Strahlen. Aus diesem Grund ist ein schattiger Platz vorzuziehen. Falls dies aus Platzmangel nicht möglich ist, kann durch das Anpflanzen hochwachsender Büsche oder Hecken ein schattiger Bereich geschaffen werden.

Den eigenen Garten gut vorbereiten

Ist ein geeigneter Platz zum Einrichten des Kinderspielplatzes gefunden, sind einige Vorbereitungen erforderlich. Sinnvoll ist es, in dem Bereich Gras zu säen. Das Gras bietet einen weichen Untergrund. Dadurch sinkt die Verletzungsgefahr beim Spielen erheblich. Bei der Grassaat kommt es auf die richtige Mischung an. Für einen Kinderspielplatz ist die sogenannte Spiel- und Sportrasenmischung die beste Wahl. Diese Grasmischung ist sehr robust und widerstandsfähig. Andere Rasensaaten sehen zwar schöner aus, doch die Gräser reagieren empfindlich auf hohe Belastungen. Grenzt der Spielplatz unmittelbar an ein Nachbargrundstück, ist die Abgrenzung mit einem hohen Zaun oder auch hochwachsenden Büschen empfehlenswert. Fliegt nämlich hin und wieder ein Fußball in den Nachbargarten, droht vielerorts Ärger. Das sollte bereits im Vorfeld vermieden werden. Es ist auch sinnvoll eine Abgrenzung zum Nutzgarten anzubringen. In diesem Bereich stehen diverse Möglichkeiten zur Wahl. Sehr gut eignen sich beispielsweise Johannisbeerbüsche als Abgrenzung zum Gemüsebeet. Diese lassen sich leicht in Form einer Hecke pflanzen und bieten zudem einen Nutzwert. Kinder lieben es, frisches Beerenobst direkt vom Strauch zu naschen.

Es gibt einige Dinge, die absolut nichts in der Nähe des Spielplatzes verloren haben. Dazu gehören Gartensteige, die mit Gehwegplatten ausgelegt sind. Das Gleiche gilt für Beeteinfassungen aus Stein oder Beton. In der Nähe des Spielplatzes haben auch keine Pflanzen mit Dornen oder Stacheln etwas zu suchen. Alle Pflanzen und Gegenstände, an denen sich die Kinder verletzen können, dürfen dort nicht sein.

Es kommt auf die richtige Kombination an

Soll der eigene Garten als Spielplatz, Nutzgarten und Ziergarten genutzt werden, muss ein vernünftiger Kompromiss zur Aufteilung gefunden werden. Bei einem beschränkten Platzangebot ist das Setzen von Prioritäten unabdingbar. Jeder muss sich fragen, welche Funktion ihm am wichtigsten ist. Ist hingegen ausreichend Platz vorhanden, stellt sich diese Frage nicht. In dem Fall ist alles möglich.

Den Kinderspielplatz optimal einrichten

Wie der neu geschaffene Kinderspielplatz eingerichtet wird, hängt vom jeweiligen Alter der Kinder ab. Kleinkinder bevorzugen Sandkisten oder Planschbecken. Größere lieben Schaukeln, Rutschen und Klettergerüste. Das Angebot an Spielgeräten für die Kinder ist groß. Da fällt die Wahl mitunter schwer, das richtige Gerät zu finden. Einige Spielgeräte, wie beispielsweise Sandkisten können auch einfach selbst hergestellt werden. Dabei ist unbehandeltes Holz zu bevorzugen. Alle Ecken und Kanten müssen abgerundet werden, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Darauf ist auch beim Kauf fertiger Spielgeräte zu achten. Insbesondere bei den extrem günstigen Angeboten sind häufig scharfe Kanten oder weit überstehende Schrauben zu finden. An diesen Gegenständen verletzen sich die Kinder schnell. Dadurch geht der Spaß am Spielen verloren. Jeder, der Kinder hat, weiß natürlich, dass die Kinder die Spielgeräte nicht immer nur nach Vorschrift nutzen. Kinder lieben es, Experimente zu machen und kommen auf die merkwürdigsten Ideen. Auch daran sollte beim Kauf der Geräte gedacht werden. Das beste Material für Spielgeräte ist nach wie vor Holz. Holz ist ein natürlicher Baustoff mit vielen Vorzügen. Holz lässt sich hervorragend in die natürliche Umgebung des Gartens integrieren. Geräte aus Metall haben den gravierenden Nachteil, dass sie sich bei Sonneneinstrahlung stark erhitzen. Die Kinder können sich unter Umständen sogar die Hände daran verbrennen.

Kinder lieben Wasser

Wird ein Kinderspielplatz im eigenen Garten errichtet, darf auf keinen Fall ein Planschbecken für die Kleinen fehlen. Die meisten Kinder lieben es, im Wasser zu planschen. Beim Kauf eines Planschbeckens ist jedoch auf eine passende Abdeckung zu achten. Insbesondere an heißen Sommertagen tummeln sich sonst diverse Insekten im Becken. Außerdem fördert Sonnenlicht und Wärme das Wachstum von Algen. Deshalb ist ein Planschbecken abzudecken, wenn es nicht gerade genutzt wird. Das Gleiche gilt auch für größere Becken. Größere Kinder bevorzugen etwas größere Becken, in denen sie ausgiebig baden können. Auch diese müssen bei Nichtbenutzung abgedeckt sein.

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