Trockenbau mit Holz

Der Bau von Holzständerwerken wurde schon im 13. Jahrhundert erfolgreich praktiziert. Die sogenannten Holzständerwerke können einerseits im Trockenbau für die Errichtung von Außenwänden zum Einsatz kommen. Aber auch beim inneren Ausbau eines Gebäudes wie beispielsweise dem Aufbau von Wänden oder speziellen Unterkonstruktionen bei Decken aus Holz werden Holzständerwerke im Trockenbau auch heute noch eingesetzt.

Der Trockenbau mit Holzunterkonstruktionen anstelle von Metall

Holzständerwerke konkurrieren im sogenannten Trockenbau mit Ständerwerken, welche aus Metall bestehen. Beide Konstruktionen weisen verschiedene Vor- und Nachteile auf, und im Expertenbereich gibt es unterschiedliche Meinungen dazu. Die Profile aus Metall erweisen sich eher als aufwändiger in der Vorabfertigung als die herkömmlichen Kanthölzer. Hierdurch entstehen verschiedene Vorteile im Gegensatz zu Holzständerwerken, da beispielsweise die vorgefertigten Löcher für Elektrokabel und ähnliche Vorrichtungen bereits vorhanden sind. Der Baustoff Holz in den Ständerwerken verzieht sich unter Umständen, somit kann es zu Rissen beim Aufbau von Innenwänden kommen. Diese Nachteile treten bei der Verwendung von Metallwerken nicht auf. Spezielle Metallprofile können im Trockenbau sehr leicht auch für den Ausbau von Feuchträumen verwendet werden. Dies ist bei Holzständerwerken eher ungünstig. Entsprechende Umsetzungsmöglichkeiten im Trockenbau mit dem Baustoff Metall existieren ebenfalls bei gebogenen Wänden oder gewölbten Deckenkonstruktionen. Hier ist also der Einsatz von Holz im Vergleich zu Metall etwas eingeschränkt.

Die Vorteile eines Holzständerwerkes

Die Unterkonstruktionen aus Holz eignen sich insbesondere für ökologisch verträgliches Bauen, sofern hierauf Wert gelegt wird. Hier liegen die Vorteile im Gegensatz zu Metallkonstruktionen klar auf der Hand, insbesondere bei dem Aspekt der Energieeffizienz. Zahlreichen Heimwerkern fällt es ebenso leichter, Holzmaterial für die Ständerwerke zu schneiden. Entsprechende Profile aus Metall erweisen sich im Zuschnitt als wesentlich komplizierter. Die guten Merkmale von Holz im Trockenbau machen sich auch beim Aufbau von Wänden und Deckenkonstruktionen bemerkbar. Holz verfügt über ideale Dämmeigenschaften, dadurch ergeben sich erhebliche Vorteile in Bezug auf den Energieverbrauch. Außerdem ist die Verwendung von Holzständerwerken im Trockenbau zum Teil kostengünstiger als der Einsatz von Metallprofilen.

Der Einsatz eines Holzständerwerkes

Die Arbeit beim Aufbau von Wänden mit Holzständerwerken ist der mit Profilen aus Metall im Grunde sehr ähnlich. In den Bereichen, wo die Wände errichtet werden sollen, müssen als erstes Kanthölzer an den Wänden, Böden und Decken fixiert werden, welche die Rahmenkonstruktion im Ständerwerk darstellen. Oftmals erweist es sich im Trockenbau als sehr sinnvoll, die Kantholzseiten mit Wänden, Decken oder Böden mittels eines Dichtklebers zu verbinden. Diese Vorgehensweise bewirkt später schon einen Schutz vor Geräuschen. Die waagerechten Kanthölzer, die sich an den Decken und Böden befinden, werden dann mit weiteren senkrecht verbauten Kanthölzern verbunden. Somit entsteht eine Art Gitterkonstruktion. Hier werden dann spezielle Bauplatten montiert. Je nach Anforderung können dann auch Dämmstoffe im Ständerwerk integriert werden. Die Unterkonstruktion aus Holz sollte ebenfalls den gegebenen Brandschutzbedingungen entsprechen. Fachunternehmen für Trockenbauten geben hier nähere Auskünfte über die richtige Planung.

Die Vorgehensweise bei den Montagearbeiten

Bei den Montagearbeiten im Trockenbau gibt es eine festgelegte Vorgehensweise. Bei der Verwendung von Metallunterkonstruktionen aus Stahlblechen wird mit dem Anreißen von umliegenden Decken und Wänden begonnen. In Trockenbauwänden existieren meist fixe Bereiche für den späteren Einsatz von Türen. Diese sollten entsprechend beschriftet werden. Im Anschluss erfolgt die Zuschneidung der einzelnen Profile, die dann ihre korrekten Maße erhalten. Trennschneidegeräte sollten hier allerdings nicht zum Einsatz kommen, da sie zu Materialerhitzung beitragen und somit der Korrosionswiderstand vermindert wird. Außerdem ist die Gefahr von Verletzungen recht hoch. Die Blechprofile für den Einsatz im Trockenbau werden alternativ mit Blechscheren zugeschnitten. Danach werden an den Decken selbstklebende Streifen zur Dämmung angebracht und in Berücksichtigung der einzelnen Positionen an Decken und Fußböden fixiert. Sind in der Unterbaukonstruktion Fugen vorhanden, so sollten sie ebenfalls an den aufzubauenden Trockenbauwänden angebracht werden. Die Anschlüsse an den Wänden werden mit speziellen Profilen versehen, um die Abschlüsse der Trockenbauwände festzulegen. Hier sollten die einzelnen Wandabstände zur Decke höchstens 20 Zentimeter betragen.

Die Dämmung einer Altbaudecke im Trockenbau

Für die Modernisierung einer Altbaudecke bestehen unterschiedliche Alternativen. Die einfachste Lösung ist es hier, mit der Hilfe von Trockenbauplatten oder Platten aus Gips die betreffenden Decken abzuhängen, um dann den Dämmstoff anzubringen. Um die erforderliche Tragfähigkeit dieser Unterkonstruktionen zu gewährleisten, ist es erforderlich, spezielle Profile zu verwenden, die an den angrenzenden Wänden fixiert werden. Dabei sollte auf jeden Fall eine Wasserwaage zum Einsatz kommen. Professionelle Handwerksunternehmen verwenden hierfür oftmals sogenannte Kreuzlinien-, Rotations- oder Baulaser. Im Anschluss an diese Arbeiten müssen sogenannte Direktabhänger an den Decken und den einzelnen Profilen befestigt werden, die bestimmte Abstände von maximal 50 Zentimetern aufweisen sollten. Die Profile werden dann mit den Abhängern verschraubt. Dabei ist es wichtig, dass diese fest sitzen und nicht hängen. Für diesen Fall kommt dann als Hilfsmittel die Wasserwaage zum Einsatz.

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